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Ausdauerleistung im Winter

  • Der limitierende Faktor bei langer Belastung sitzt oft im Gehirn, nicht in erschöpften Muskeln
  • Stabile Blutglukose ist wichtiger als “so viel Zucker wie möglich”
  • TKB stärkt die Fettoxidation: weniger abhängig von Sportgetränken und Gels
  • Mikrodosen Kohlenhydrate (klein, früh, regelmäßig) halten die Glukose stabil
  • Die gleichen Prinzipien funktionieren für einen anstrengenden Arbeitstag

Das Problem: metabolische Dysfunktion bei Ausdauersportlern

Abschnitt betitelt „Das Problem: metabolische Dysfunktion bei Ausdauersportlern“

Bei einem Teil der Ausdauersportler entsteht nach Jahren des Trainings mit strukturell hoher Kohlenhydratzufuhr, viel Sportgetränken und Gels ein metabolisch anfälliges Muster. Die aerobe Fitness kann gut sein, während das System dennoch von schnellen Kohlenhydraten abhängig bleibt.

  • Schnell hungrig oder unruhig, wenn Essen ausbleibt
  • Einbrüche bei Konzentration, Stimmung oder Kraft während langer Einheiten
  • Schwierigkeiten, ruhig lange durchzuhalten ohne Kohlenhydratzufuhr
  • Gewichtszunahme oder schwankende Glukosewerte, besonders bei Schlafmangel und Stress

Die klassische Geschichte ist: Glykogen geht zur Neige und deshalb kommen Sie zum Stillstand. In der Praxis sehen wir oft eher zentralen Ausfall: das Gehirn begrenzt Tempo und motorische Steuerung, wenn die Blutglukose zu niedrig wird oder stark schwankt.

  • Benommenheit, Reizbarkeit, Entscheidungsunfähigkeit
  • Plötzlicher Kraftverlust und Tempo, das nicht mehr zu halten ist
  • Das Gefühl, als ob der Stecker gezogen wird
  • Oft schnelle Besserung nach einer kleinen Glukose-Korrektur

TKB ist nicht primär als “niemals Kohlenhydrate” gedacht, sondern als Wiederherstellung der metabolischen Flexibilität: bei niedriger und mittlerer Intensität hauptsächlich Fett nutzen und Kohlenhydrate gezielt einsetzen, wenn es funktional ist.

  • Weniger Schwankungen bei Energie und Hunger
  • Mehr gleichmäßige Leistung bei langer Dauer
  • Weniger Abhängigkeit von Sportgetränken und Gels
  • Kleinere Korrekturen reichen oft aus, um die Blutglukose stabil zu halten

Die Umstellung braucht Zeit. Die Fettoxidation wächst durch ruhiges Ausdauertraining und durch Konsistenz bei Ernährung und Erholung.


Schlittschuhlaufen ist ein starkes Beispiel, weil es oft lange dauert, die Intensität wechselt (Wind, Brücken, Beschleunigungen) und die Kälte zusätzliche Anforderungen an Brennstoff, Flüssigkeit und Salz stellt.

Wählen Sie eine vertraute Mahlzeit, die zu Ihrem Muster passt. Halten Sie es ruhig für den Magen: nicht extrem ballaststoffreich und nicht am Tag selbst experimentieren.

Praktische Optionen:

  • Eier mit Gemüse und Olivenöl oder Butter
  • Fisch oder Fleisch mit Gemüse und einer Fettquelle
  • Vollfett-Joghurt oder Quark (vorzugsweise A2), eventuell mit Nüssen

Vorbereitung:

  • Nehmen Sie ausreichend Salz zu sich, wenn Sie schnell Krämpfe bekommen oder viel schwitzen
  • Trinken Sie 400-600 ml in den 2 Stunden vorher

Die Basis ist: klein, früh und regelmäßig. Nicht spät und in großen Mengen auf einmal.

Ausgangspunkt für TKB-gewöhnte Menschen:

  • Beginnen Sie innerhalb von 20-30 Minuten mit kleiner Aufnahme
  • 10-20 g Kohlenhydrate pro Stunde als Mikrodosen (alle 20 Minuten 3-7 g)
  • Bei höherer Intensität oder in der zweiten Hälfte: auf 20-30 g pro Stunde erhöhen

Beispiele für Mikrodosen:

  • Glukosetabletten: 1-2 Stück alle 20 Minuten
  • Ein kleines Stück Gel oder Chew (nicht ein ganzes Gel auf einmal)
  • Kleiner Schluck Sportgetränk, vorzugsweise dosiert

Auch in der Kälte verlieren Sie Flüssigkeit. Trinken Sie regelmäßig kleine Mengen. Machen Sie Salz zum Teil des Plans, besonders bei Touren länger als 2 Stunden.

  • Richtwert: 400-800 ml pro Stunde, abhängig von Dauer, Wind, Kleidung und Schwitzen
  • Ein warmes, salziges Getränk (Brühe) ist oft ideal: Flüssigkeit, Natrium und Komfort
  • Planen Sie feste Trinkmomente (zum Beispiel alle 20 Minuten ein paar Schlucke)

MomentWas Sie tun
Start bis 30 MinRuhig einfahren. Beginnen Sie innerhalb von 20-30 Min mit Mikrodosis (3-7 g) und ein paar Schluck Wasser
30-90 MinAlle 20 Min: Mikrodosis (3-7 g) plus Trinken. Bei Wind oder Beschleunigungen: extra Mikrodosis
90-180 MinWeiter mit Mikrodosen. Erwägen Sie 15-25 g pro Stunde bei steigendem Tempo. Fügen Sie Salz hinzu (Brühe)
Nach 3 StundenEvaluieren: klarer Kopf und stabiles Tempo? Wenn ja, weiter mit Mikrodosen. Bei Einbruch: 10-20 g schnell
Nach dem EndeInnerhalb von 1-2 Stunden: Mahlzeit mit Protein, Gemüse und Fettquelle. Begrenzen Sie große Zuckerkompensation

Ein fordernder Arbeitstag ähnelt physiologisch einer Ausdauerbelastung: der limitierende Faktor sitzt oft im Gehirn, das von stabiler Energie und Stressregulation abhängig ist.

  • Stabileres Energieniveau zwischen den Mahlzeiten
  • Weniger Notwendigkeit, ständig mit Snacks nachzusteuern
  • Ruhigere Konzentrationsphasen und weniger Mittagstief
  • Erste Mahlzeit: Protein plus Fett plus Gemüse, nicht zuckergetrieben
  • Flüssigkeit und Salz strukturell (besonders bei viel Kaffee)
  • Bei beginnendem Einbruch: Mikrokorrektur 5-10 g Kohlenhydrate plus Wasser
  • Bei deutlichem Einbruch: 10-15 g schnell plus Wasser und 5 Minuten Bewegung

  • Sie können in gleichmäßigem Tempo weitermachen ohne Heißhunger
  • Der Kopf bleibt klar und Sie treffen weiterhin gute Entscheidungen
  • Sie können trinken und Mikrodosen aufnehmen ohne Magen-Darm-Beschwerden
SituationAktion
Erste Anzeichen eines Einbruchs5-10 g Kohlenhydrate plus Wasser, danach zurück zu Mikrodosen
Deutlicher Einbruch10-20 g schnell plus Wasser; nach 10 Minuten evaluieren
Krämpfe oder Müdigkeit bei viel TrinkenDenken Sie an Salz (nicht nur Wasser)

  • Planen Sie Ihre Mikrodosen (wie viel pro Stunde und wie oft)
  • Nehmen Sie eine Notfalloption mit (Glukosetabletten oder Gel) - nur als Korrektur
  • Nehmen Sie Salz mit (Brühe oder eigener Salzplan)
  • Sorgen Sie für ausreichend Trinken
  • Vereinbaren Sie mit sich selbst: erste 30 Minuten ruhig, nicht hetzen


Veelgestelde vragen

Warum bekomme ich einen Einbruch bei langer Belastung?

Der limitierende Faktor sitzt oft im Gehirn, nicht in erschöpften Muskeln. Wenn die Blutglukose zu niedrig wird oder stark schwankt, begrenzt das Gehirn Tempo und motorische Steuerung. Typisch: Benommenheit, Reizbarkeit, plötzlicher Kraftverlust.

Wie viele Kohlenhydrate während einer langen Schlittschuhtour?

Beginnen Sie mit 10-20 g Kohlenhydraten pro Stunde als Mikrodosen (alle 20 Minuten 3-7 g). Bei höherer Intensität oder in der zweiten Hälfte: auf 20-30 g pro Stunde erhöhen. Klein, früh und regelmäßig - nicht spät und viel auf einmal.

Was sind Mikrodosen Kohlenhydrate?

Kleine, häufige Mengen wie 1-2 Glukosetabletten alle 20 Minuten, ein kleines Stück Gel oder ein Schluck Sportgetränk. Das Ziel ist stabile Blutglukose, nicht so viel Zucker wie möglich.

Was soll ich bei einem Einbruch unterwegs tun?

Nehmen Sie 10-20 g schnelle Kohlenhydrate plus Wasser. Warten Sie 10 Minuten - wird der Kopf klar und die Kraft kehrt zurück, dann weiter mit Mikrodosen. Bei Krämpfen: denken Sie an Salz, nicht nur Wasser.

Funktioniert das auch für einen anstrengenden Arbeitstag?

Ja, ein fordernder Arbeitstag ähnelt physiologisch einer Ausdauerbelastung. Stabile Energie durch Fettoxidation, mit kleinen Korrekturen (5-10 g Kohlenhydrate) bei einem Einbruch, verhindert Heißhunger und Konzentrationsverlust.


Medische Disclaimer: De informatie van Stichting Je Leefstijl Als Medicijn over leefstijl, ziektes en stoornissen mag niet worden opgevat als medisch advies. In geen geval adviseren wij mensen om hun bestaande behandeling te veranderen. We raden mensen met chronische aandoeningen aan om zich over hun behandeling goed door bevoegde medische professionals te laten adviseren.

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