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Informieren

Quelle: Handreiking Online Gedrag | Koalition Lebensstil im Gesundheitswesen

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Die Strategie Informieren richtet sich auf das Wissen: Patienten mussen wissen, was zu tun ist und den Nutzen erkennen. Dieses Kapitel behandelt vier Techniken.

  • Schreiben Sie kurze, einfache Satze
  • Verwenden Sie aktive Verben
  • Vermeiden Sie schwierige Worter und Fachjargon
  • Verwenden Sie Aufzahlungspunkte fur Zuganglichkeit
  • Wahlen Sie Bildmaterial, das den Text unterstutzt
  • Erstellen Sie Schemata oder visuelle Ubersichten (Venn-Diagramm, Concept Map, Flussdiagramm)
  • Sorgen Sie fur einen klaren Aufbau mit deutlichen Uberschriften
  • Verwenden Sie kurze Absatze
  • Platzieren Sie wichtigste Informationen am Anfang und Ende
  • Teilen Sie grose Informationsmengen in kleine Stucke (Chunks)
  • Senden Sie personliche Kommunikation mit Namen
  • Passen Sie an die Phase an, in der sich der Patient befindet
  • Passen Sie den Tonfall an die Zielgruppe an
  • Bieten Sie bei Bedarf Informationen in verschiedenen Sprachen an
  • Verwenden Sie zuverlassige Quellen (Gesundheitsdienstleister, Gesundheitseinrichtungen, Wissenszentren)
  • Fordern Sie aktives Lernen durch Wissenstests
  • Geben Sie direktes Feedback bei Fehlern

Mit Risikokommunikation geben Sie Patienten Informationen uber potenzielle (personliche) Risiken, wie Nebenwirkungen oder Langzeitrisiken ungesunden Verhaltens.

TypBeschreibung
Personliches RisikoWahrscheinlichkeit x Schwere eines Gesundheitsrisikos
Vergleichendes RisikoWie verhalt sich das Risiko zum Durchschnitt?
Kumulatives RisikoRisiko, das mit der Zeit zunimmt

Verwenden Sie absolute Zahlen statt Prozentsatze:

  • Richtig: “25 von 100 Patienten bekommen Hautausschlag”
  • Falsch: “25% der Patienten bekommen Hautausschlag”

Verwenden Sie Piktogramme, um Risiken visuell darzustellen - dies hilft bei der Entscheidungsfindung.

Prasentieren Sie nur wesentliche Informationen fur die Entscheidungsfindung des Patienten.

  1. Stellen Sie das Risiko in absoluten Zahlen/Haufigkeiten dar
  2. Verwenden Sie visuelle Elemente zur Forderung des Verstandnisses
  3. Zeigen Sie, wie Risiken mit der Zeit zu- oder abnehmen
  4. Geben Sie eine Zusammenfassung mit allen Risiken und Vorteilen
  5. Bieten Sie eine Handlungsperspektive zur Risikominderung

Normatives Feedback ist eine Form von Feedback, bei der das Verhalten einer Person mit einer Norm oder Referenzgruppe verglichen wird.

TypBeschreibungBeispiel
GesundheitsnormOffizielle Richtlinie”Die Empfehlung ist max. 2 Glaser Alkohol pro Tag”
GruppennormVerhalten vergleichbarer Personen”Menschen Ihres Alters trinken im Durchschnitt…”
  1. Fragen Sie nach aktuellem Verhalten - Lassen Sie den Patienten uber eigenes Verhalten nachdenken
  2. Geben Sie die Norm an - Gesundheitsnorm oder Gruppennorm
  3. Zeigen Sie den Unterschied - Machen Sie die Lucke zwischen aktuellem Verhalten und Norm sichtbar

Argumente fur Lebensstilanderung konnen jemanden von den Vorteilen gesunderen Verhaltens uberzeugen.

Argumente mussen stark sein:

  • Bieten Sie neue, relevante Informationen
  • Passen Sie zu den Werten und Uberzeugungen der Zielgruppe
  • Machen Sie Argumente konkret und spezifisch

Einseitig vs. zweiseitig:

  • Einseitig: Nur Vorteile nennen - funktioniert bei Menschen, die bereits positiv eingestellt sind
  • Zweiseitig: Auch Nachteile nennen - funktioniert bei skeptischen Menschen und erhoht die Glaubwurdigkeit
  1. Passen Sie mit Argumenten zu Ihrer Zielgruppe und sorgen Sie fur Wiedererkennung
  2. Beschreiben Sie das gewunschte Ergebnis (Raucherentwohnung, mehr Bewegung usw.)
  3. Geben Sie konkrete Vorteile, die fur diese Person relevant sind
  4. Widerlegen Sie eventuelle Gegenargumente
  • Verwenden Sie Testimonials oder Erfahrungsberichte
  • Verbinden Sie Argumente mit personlichen Zielen
  • Vermeiden Sie Ubertreibung - das weckt Misstrauen

  • Kools, M., et al. (2006). The effect of graphic organizers on subjective and objective comprehension of a health education text. Health Education & Behavior, 33(6), 760-772.
  • Lustria, M.L.A., et al. (2013). A meta-analysis of web-delivered tailored health behavior change interventions. Journal of Health Communication, 18, 1039-1069.
  • Petty, R.E., et al. (2009). The elaboration likelihood model of persuasion. Emerging theories in health promotion practice and research.

Dieser Artikel stammt aus: Handreiking Online Gedrag (PDF)

Veroffentlicht von der Koalition Lebensstil im Gesundheitswesen, Februar 2025

Medische Disclaimer: De informatie van Stichting Je Leefstijl Als Medicijn over leefstijl, ziektes en stoornissen mag niet worden opgevat als medisch advies. In geen geval adviseren wij mensen om hun bestaande behandeling te veranderen. We raden mensen met chronische aandoeningen aan om zich over hun behandeling goed door bevoegde medische professionals te laten adviseren.

Medical Disclaimer: The information provided by Stichting Je Leefstijl Als Medicijn regarding lifestyle, diseases, and disorders should not be construed as medical advice. Under no circumstances do we advise people to alter their existing treatment. We recommend that people with chronic conditions seek advice regarding their treatment from qualified medical professionals.